Der Arbeitskreis existiert seit 1998 als Netzwerk für Pädagoginnen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit übergreifend werden auch Kolleginnen der Schulsozialarbeit angesprochen.
Man trifft sich etwa sechsmal im Jahr, die Treffen finden teilweise online und in Präsenz statt.
Inhalte der Treffen sind der gemeinsame Austausch über Ideen zur Mädchen*arbeit, Reflexion, gegenseitige Beratung und die Vernetzung untereinander sowie mit relevanten Institutionen.
Jährlich findet das „MALA-Seminar“ statt. Die Inhouse-Schulungen richten sich nach aktuellen Themen in der Mädchen*arbeit oder akuten Thematiken der Klient*innen. Eine Auswahl:
- Mädchen*räume gestalten
Ist Mädchenarbeit noch zeitgemäß? Grundprinzipien der feministischen Mädchen*arbeit. - So wie ich bin
Geschlechterrollen und Stereotype - Körperbilder
Unser Körper und Social Media
Weiter organisiert der Arbeitskreis jedes Jahr einen Aktionstag, an dem Mädchen* im Landkreis zusammenkommen, um sich Kennenzulernen und gemeinsam eine gute Zeit zu haben. Viele Jahre fand die MALA-Poolparty im Pfinzbad Philippsburg statt, seit 2025 findet der Mädchen* Aktions-Tag als eine bunte Mischung von kreativen, spielerischen und informellen Angeboten statt.
Starke Vernetzung
Wir sind da – für Austausch und Beratung zu Themen der Mädchen*arbeit für Kolleg*innen im Landkreis Karlsruhe. Durch die enge Verzahnung von Offener Kinder- und Jugendarbeit und Schulsozialarbeit sind diese Kolleg*innen auch eingeladen sich im AK zu engagieren.
Seit 2025 ist der Arbeitskreis Mädchen*arbeit im Landkreis über die AGJF Landkreis Karlsruhe Mitglied der LAG Mädchen*politik BW. Über dieses starke Netzwerk ist der Austausch zu relevanten Themen der Mädchen*arbeit mit Kolleg*innen in ganz Baden-Württemberg möglich.
Mädchen*arbeit als gesetzlicher Auftrag
Die Rechtliche Grundlage ist für Mädchen*arbeit ist §11 SGB VIII in Verbindung mit §9 Abs. 3 SGBVIII:
„Bei der Ausgestaltung der Leistungen und der Erfüllung der Aufgaben sind die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen, Jungen sowie transidenten, nichtbinären und intergeschlechtlichen jungen Menschen zu berücksichtigen, Benachteiligungen abzubauen und die Gleichberechtigung der Geschlechter zu fördern.“
Dazu gehört ein umfassendes Wissen und eine Verinnerlichung zu geschlechterreflektierten Pädagogik, der wir uns verpflichtet fühlen.
Was bedeutet Mädchen*?
Wir verwenden den Begriff Mädchen* um darauf hinzuweisen, dass die Kategorie „Mädchen“ weder natürlich, noch unveränderlich, sondern gesellschaftlich konstruiert ist. Wir beziehen damit alle Mädchen* bzw. junge Frauen* ein, die sich als Mädchen* oder als junge Frau* verstehen oder jenseits der Zweigeschlechtlichkeit verorten. In unserem Verständnis ist beinhaltet Mädchen-Sein eine Vielzahl an Identitätsentwürfen.